Corona-Virus: Ein eingeseiftes Händepaar.
vchalup - stock.adobe.com
Symbolbild

Das Corona-Virus ist in Bayern angekommen. Jetzt kursiert die Angst, dass es sich weiter ausbreitet. Wie groß ist die Gefahr und lässt sich einer Ansteckung vorbeugen?

Der erste Patient in Deutschland steckte sich bei einer Kollegin aus China an, die zu einer Schulung nach Bayern gekommen war. Bei ihr traten die Symptome erst auf dem Rückflug auf. Durch die Krankheitswelle in China war das Gesundheitsministerium rasch auf mögliche Fälle hierzulande vorbereitet. Deshalb gibt es Alarmpläne, die angewendet werden. Zum Beispiel zur Meldung eines Verdachtsfalls und zur Ermittlung von Kontaktpersonen.

Neuer Virustyp

Corona-Viren sind schon seit den Sechzigerjahren bekannt. Sie können Menschen und Tiere wie Vögel, Fledermäuse und Katzen infizieren. Beim Menschen verursachen die Viren unterschiedliche Krankheiten, von einer normalen Erkältung bis zu gefährlichen Infekten wie SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) und MERS (Middle East Respiratory Syndrome). Die schweren Krankheitsbilder von SARS und MERS beruhen darauf, dass das menschliche Immunsystem sich an diese Viren bisher nicht angepasst hat.

Der neue Erreger erhielt vorläufig die Bezeichnung 2019-nCoV. Jetzt hat er den offiziellen Namen SARS-CoV-2 erhalten. Die Lungenerkrankung, die er auslöst heißt Covid-19. Covid steht für „COrona Virus Disease“, also „Corona Virus Erkrankung“. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann eine infizierte Person im Durchschnitt zwischen 1,4 und 2,5 Personen anstecken. Wobei der Anteil schwerer Krankheitsverläufe bei etwa 25 Prozent liegt. Todesfälle traten allerdings bisher vor allem bei Patienten auf, die zuvor an schweren Grunderkrankungen litten und deshalb ein schwaches Immunsystem haben.

Fragen und Antworten zum Corona-Virus

Noch sind nicht alle Fragen zum Corona-Virus geklärt. Das Risiko, dass sich in Deutschland weitere Menschen anstecken, schätzt das Robert Koch-Institut weiterhin als gering ein. Die Lage wird in unserer global handelnden Welt dennoch sehr ernst genommen. Erfahren Sie hier die wichtigsten Fakten zum Corona-Virus:

Noch ist nicht sicher, wie sich das Corona-Virus ausbreitet. Wahrscheinlich durch Tröpfcheninfektion über Husten und Niesen. Bis sich die Krankheitssymptome zeigen, dauert es vermutlich bis zu 14 Tage.
Die wichtigsten Symptome sind Fieber, Husten und Atemnot. Der neue Erreger Corona-Virus scheint vor allem die unteren Atemwege zu befallen. Deshalb treten typische Erkältungssymptome wie Niesen und eine laufende Nase eher nicht auf. Manche Infektionen können offenbar auch nur leicht oder sogar ohne Symptome verlaufen.
Typisch für eine Influenza-Infektion, also eine echte Grippe, sind trockener Husten und plötzliches, oft hohes Fieber. Man fühlt sich sehr schnell sehr krank und hat Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen.

Beim Corona-Virus sind Fieber, Husten und Atemnot bis zu einer Lungenentzündung vorrangige Symptome. Sie lassen sich von Laien nur schwer von Infektionen mit dem neuen Corona-Virus unterscheiden. Bei entsprechenden Beschwerden ist in jedem Fall der Arzt gefragt. Betroffene sollten den Kontakt zu Mitmenschen meiden, bis eine Infektion geklärt ist.
Wer die oben beschriebenen Symptome an sich bemerkt, sollte unbedingt zum Arzt gehen. Er wird beim Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona-Virus eine Probe mit Auswurf im Labor untersuchen lassen. Dafür gibt es Schnelltests, die mittels abgehustetem Schleim oder Rachenabstrich erfolgen. Sie wurden in der Berliner Charité kurz nach den ersten Fällen entwickelt. Der Schnelltest dauert circa 90 Minuten.
Eine Infektion kann offenbar sehr leicht, aber im schlimmsten Fall auch tödlich verlaufen. Allerdings scheinen vor allem Menschen mit chronischen Vorerkrankungen wie Immunschwäche, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Lungenerkrankungen ein höheres Risiko für schwere Verläufe zu haben.
Damit sich das Corona-Virus nicht weiter ausbreitet, sollte man eine regelmäßige und gründliche Handhygiene achten. Das ist in jedem Fall wichtig, auch um sich vor anderen Infektionen wie einer Grippe oder Erkältung zu schützen. Wie bei Grippewellen auch, ist es am besten große Menschenmengen zu meiden und zu Erkrankten Abstand zu halten. Achten Sie auf ein gutes Immunsystem: Ausreichend Schlaf, Vitamin-C-reiche Ernährung und Zink aus Ihrer Apotheke stärken Ihre körpereigene Abwehr.

Was sind
Viren?

Viren sind einfach gebaut und winzig. Sie sind nur rund 20 bis 300 Nanometer groß, sodass man sie nicht mit einem gewöhnlichen Lichtmikroskop, sondern nur im Elektronenmikroskop sehen kann. Sie bestehen aus einem oder mehreren Molekülen. Diese enthalten Erbgut und sind manchmal von einer Eiweißhülle umgeben. Da sie keinen eigenen Stoffwechsel haben und nicht selbst Energie gewinnen, gelten sie – streng genommen – nicht als Lebewesen. Nach außen gestülpte Proteine verleihen den Corona-Viren ein kranz- oder kronenhaftes Aussehen, daher kommt ihr Name.

Auf dem Laufenden bleiben

Die Kliniken in Deutschland sind auf mögliche Krankheitsfälle vorbereitet und Forscher entwickeln bereits einen Impfstoff gegen das Corona-Virus. Sie haben noch Fragen zum Corona-Virus? Umfangreiche Informationen gibt es beim Robert Koch-Institut, der zentralen Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung, auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation und auf den Länderseiten des Auswärtigen Amtes.

A & O: Saubere Hände

Regelmäßiges und gründliches Händewaschen gehört zu den wichtigsten Maßnahmen, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren. Dazu sollte mindestens 20 Sekunden (20 Sekunden sind so lang, wie zweimal Happy Birthday zu summen) die Hände mit Seife und lauwarmem Wasser gewaschen werden. Zusätzlich kann eine Händedesinfektion sinnvoll sein. Wir beraten Sie gerne zur Anwendung.

Peter Hiebel,

Ihr Apotheker

Aktions-Angebote

Aktuell gibt es keine Angebote.


Abgabe in haushaltsüblichen Mengen, solange der Vorrat reicht. Für Druck- und Satzfehler keine Haftung.
1) Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
2) Angabe nach der deutschen Arzneimitteltaxe Apothekenerstattungspreis (AEP). Der AEP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AEP ist ein von den Apotheken in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel. Er entspricht in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Abgabepreis, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet. Der AEP ist der allgemeine Erstattungspreis im Falle einer Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen, vor Abzug eines Zwangsrabattes (zur Zeit 5%) nach §130 Abs. 1 SGB V.
3) Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP).

Der Artikel hat Ihnen gefallen?

Dann teilen Sie ihn doch mit anderen.

Das könnte Sie auch interessieren

Apotheke im Marktkauf

Kontakt

Tel.: 089 95723717

Fax: 089 95723640


E-Mail: service@marktkaufapotheke.de

Internet: http://www.marktkaufapotheke.de/

Apotheke im Marktkauf

Feringastraße 16

85774 Unterföhring

Abgabe in haushaltsüblichen Mengen, solange der Vorrat reicht. Für Druck- und Satzfehler keine Haftung.
1) Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
2) Angabe nach der deutschen Arzneimitteltaxe Apothekenerstattungspreis (AEP). Der AEP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AEP ist ein von den Apotheken in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel. Er entspricht in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Abgabepreis, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet. Der AEP ist der allgemeine Erstattungspreis im Falle einer Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen, vor Abzug eines Zwangsrabattes (zur Zeit 5%) nach §130 Abs. 1 SGB V.
3) Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP).