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Rosacea: Junge Frau schaut prüfend in den Spiegel und verdeckt mit den Händen den unteren Bereich des Gesichts.
iStock/jeffbergen
Symbolbild

Rosacea – ein blumiger Name für eine chronische Hautkrankheit, die für die Betroffenen alles andere als angenehm ist. Lesen Sie hier, wie Sie Rosacea erkennen und was gegen die Rötungen im Gesicht hilft.

Rote Flecken, sichtbare Äderchen, Knötchen und Pusteln im Gesicht: Das sind typische Anzeichen für Rosacea, auch Rosazea oder Kupferrose genannt. Rosacea ist eine chronische Entzündung der Gesichtshaut. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und verläuft meist in Schüben.

Viele Menschen mit Hautrötungen und sichtbaren Äderchen im Gesicht ahnen nicht, dass hinter ihren Beschwerden eine chronische Erkrankung steckt.

Rosacea erkennen

Eine Rosacea entwickelt sich in der Regel erst nach dem 30. Lebensjahr. Experten schätzen, dass zwei bis fünf Prozent der Erwachsenen hierzulande betroffen sind – Frauen häufiger als Männer.

Weil Rosacea gut sichtbar im Gesicht auftritt, empfinden viele Patienten die Hautveränderungen als seelische Belastung. Sie leiden zudem unter der empfindlichen Haut, dem Juckreiz und den Schmerzen. Bei einigen Patienten sind auch die Augen beziehungsweise Lider betroffen. Sie jucken dann, können trocken und gerötet sein.

Ursache der Rötungen

Bei einer Rosacea sind die feinen Gefäße von Wangen, Kinn, Stirn und Nase erweitert. Das lässt die Haut gerötet erscheinen. Warum das passiert, ist nicht endgültig geklärt.

Ursache für die Rötungen und Entzündungen scheint jedoch eine angeborene Störung im Immunsystem zu sein. Außerdem spielt die familiäre Veranlagung eine Rolle. Hellhäutige Menschen sind häufiger betroffen als Menschen mit dunklerer Haut.

Bestimmte Reize wie Stress oder Sonne können die Symptome verschlimmern. Auch Stoffe, die die Gefäße erweitern, beeinflussen das Hautbild.

Verschiedene Formen

Abhängig von den Symptomen unterscheiden Mediziner drei verschiedene Formen der Rosacea. Sie müssen nicht zwangsläufig aufeinander folgen.

_ Typ 1 (Couperose): Die Gesichtshaut, vor allem im Wangen-, Nasen- und Kinnbereich, ist gerötet und zunehmend werden Äderchen sichtbar. Außerdem ist die Haut gereizt, brennt oder juckt.

_ Typ 2 (Rosacea papulopustulosa): Es bilden sich zusätzlich Knötchen (Papeln) und Pusteln, ähnlich wie bei einer Akne.

_ Typ 3 (Rosacea hypertrophica): Bindegewebe und Talgdrüsen wuchern verstärkt. Vor allem bei Männern kann es in diesem Stadium zu knolligen Verdickungen der Nase kommen, was die Lebensqualität stark einschränken kann.

Rosacea behandeln

Mit speziellen Medikamenten und der richtigen Hautpflege lassen sich die Symptome lindern. Welche Behandlung infrage kommt, hängt vom Grad der Erkrankung ab.  

Bei leichten Symptomen genügt es oft, die Reizstoffe zu meiden und auf eine gute Hautpflege achten. Hierfür haben die gängigen Kosmetikserien, die in Ihrer Apotheke erhältlich sind, spezielle Produktreihen entwickelt.

Stärkere Veränderungen der Haut behandelt der Arzt in der Regel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Dazu gehören zum Beipsiel Salben, Gels oder Lotionen mit Wirkstoffen wie Azelainsäure, Brimonidin oder Metronidazol. Sie werden direkt auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen.

Bei starken Beschwerden bekommen die Patienten Medikamente zur innerlichen Anwendung – etwa Antibiotika in Tablettenform.

Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung ist es möglich, Rötungen und sichtbare Äderchen mit dem Laser zu behandeln oder zu veröden. Wucherungen, vor allem im Bereich der Nase, werden häufig auch operativ entfernt.

Auslöser vermeiden

Menschen mit Rosacea sollten herausfinden, was ihre Schübe auslöst, und diese Reize gezielt meiden. Generell gilt: Alles, was zu Rötungen im Gesicht führt, kann auch eine Rosacea begünstigen:

  • Stress
  • Sonnenlicht
  • Hitze und Kälte
  • bestimmte Kosmetika
  • Alkohol
  • Nikotin
  • heiße Getränke
  • scharfe Gewürze
  • gefäßerweiternde Medikamente

Ein Rosacea-Tagebuch kann helfen, den Auslösern der Rötungen auf die Spur zu kommen. Das Tagebuch gibt es inzwischen auch als App. Damit haben Betroffene jederzeit die Möglichkeit, ihre aktuellen Daten auf dem Smartphone zu erfassen. Außerdem können sie wichtige Infos über die Erkrankung schnell mobil nachschlagen.

Ernährung & Bewegung

Rosacea-Patienten sollten unbedingt auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten und Alkohol und scharf gewürzte Speisen vermeiden. Um das Immunsystem zu stärken, sind probiotische Lebensmittel und eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und wenig Fleisch hilfreich – außerdem möglichst wenig Fett, Zucker, Weizen und Kuhmilch.

Auch Bewegung im Freien (mit entsprechendem UV-Schutz) stärkt die Abwehrkräfte und reduziert gleichzeitig die Stresshormone. Sauna und heiße Bäder sollten Betroffene jedoch besser meiden.

Hautpflege bei Rosacea

Mit der richtigen Hautpflege können Sie die Behandlung wirksam unterstützen. Allerdings müssen Sie die Inhaltsstoffe der Produkte immer sorgfältig prüfen. Lassen Sie sich vor dem Kauf am besten in Ihrer Apotheke beraten.

Um die empfindliche Haut zu schonen, eignen sich milde, seifenfreie Waschlotionen mit dem hauteigenen pH-Wert von 5,5. Außerdem gibt es in Ihrer Apotheke bei den klassischen Produktlinien für die Tages- und Nachtpflege bei Rosacea immer auch eine spezielle Reinigung. Die ist wesentlich sanfter zur Haut als klassische Seifen.
Achten Sie darauf, ob Sie eher trockene Haut oder Mischhaut haben, und verwenden Sie Kosmetikprodukte speziell für Ihren Hauttyp. Komplett verzichten sollten Sie auf Produkte mit Duft- oder Farbstoffzusatz, da sie die Haut reizen können.
 
Cremes und Lotionen für Menschen mit Rosacea sind so konzipiert, dass sie viel Feuchtigkeit und wenig Fett enthalten. Oft sind den Pflegeprodukten fürs Gesicht auch grüne Farbpigmente zugesetzt, um die Rötungen zu kaschieren.
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, Make-up zu verwenden. Aber auch hier sollten die Produkte frei von hautreizenden Inhaltsstoffen sein. Sinnvoll sind spezielle Produkte aus Ihrer Apotheke.
Manche Kosmetiklinien haben ein kühlendes Serum gegen Rötungen im Programm. Es mildert das Hitzegefühl und den Juckreiz. Außerdem stabilisiert es die Blutgefäße in der Haut. Das Serum wird unter der Gesichtspflege aufgetragen.
UV-Strahlung gehört zu den Faktoren, die Schübe auslösen. Sonnenschutz ist deshalb Pflicht – und das auch im Winter und im Frühjahr. Wichtig ist ein sehr hoher Lichtschutzfaktor: im Sommer 50+, im Winter 25 bis 30+.

Viele Kosmetikprodukte aus der Apotheke, die speziell für Rosacea entwickelt wurden, enthalten schon in der Tagespflege einen hohen Lichtschutzfaktor.

Zudem sollte Ihr Sonnenschutz keine Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe enthalten und nicht zu reichhaltig sein.

Gesichtsreinigung: 3 Tipps

1. Reinigen Sie die Haut morgens und abends mit Produkten, die speziell für die Anwendung bei Rosacea entwickelt wurden. Und vermeiden Sie extreme Wassertemperaturen oder Temperaturwechsel. Denn auch sie können spontane Hautrötungen verursachen.

2. Benutzen Sie keine Peelings. Sie reizen die sensible Haut nur unnötig.

3. Rubbeln Sie die Gesichtshaut nach dem Waschen nicht mit dem Handtuch trocken, sondern tupfen Sie sie sanft ab.

Trocken rasieren

Für Männer mit Rosacea gilt: Lieber trocken als nass rasieren. Wer nicht auf die Nassrasur verzichten möchte, sollte auf scharfe und saubere Klingen achten. Rasieren Sie immer mit der Wuchsrichtung der Haare und gönnen Sie Ihrer Haut nach der Rasur eine gute und milde Feuchtigkeitspflege.

Peter Hiebel,

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